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Familienadvent am 10. Dezember im Feuerwehrhaus
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Eintopfessen am 4. Advent:Familiengottesdienst in der Heilandskirche. Vor dem Altar haben die Kinder ein Labyrinth gebaut. Die Schäftlarner Stubnmusi spielte dazu.
Hinterher ließen sich viele bei guten Gesprächen und Musik den Eintopf schmecken, der wie immer von vielen Helfern vorbereitet wurde, allen voran unseren Mesner-Ehepaaren Neb und Feuchtmüller.
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Partnerschaft mit Talitha KumiIn den Herbstferien fuhr ich, als Partnerschaftsbeauftragte des Dekanats, mit einer von Dekan Steinbach geleiteten Gruppe zum Partnerschaftsbesuch nach Palästina und Jordanien. Am Reformationstag nahmen
wir am Gottesdienst der Erlöserkirche in der Altstadt von
Jerusalem teil. Er wurde von den deutschsprachigen und
englischsprachigen Gemeinden gemeinsam mit der palästinensischen
Gemeinde von Jerusalem gestaltet. Dieser vielsprachige Gottesdienst
hat uns sehr beeindruckt. Beim anschließenden Empfang konnten wir
die Herzlichkeit und Offenheit unserer palästinensischen Gastgeber
erleben, die mit den Gemeinden Bad Tölz, Lenggries und Kochel aus
unserem Dekanat partnerschaftlich verbunden sind. Es waren sehr
schöne Begegnungen.Gewohnt haben wir im Gästehaus der Schule Talitha Kumi in Beit Jala. Schüler und Lehrer haben wir leider nicht angetroffen, da gerade ein paar Tage Ferien waren. Dafür hat sich der neue Schulleiter, Herr Lindemann, Zeit für uns genommen und uns die Schule gezeigt. Besonders wichtig ist ihm der neue Schulzweig, der zum deutschen Abitur führt. Er eröffnet den Jugendlichen neue Perspektiven für ihr Leben: dieser Abschluss ist die Vorraussetzung dafür, dass sie auch an deutschen Universitäten studieren können. Neu ist in Talitha Kumi auch die Berufsausbildung im Bereich Gastronomie, damit hat man Aussichten auf einen dauerhaften, guten Job im Land – entsprechend hoch ist die Nachfrage nach diesen Ausbildungsplätzen. Vom Dach der Kirche hat man einen wunderbaren Blick über die Umgebung. Allerdings wird einem dort auch die bedrückte Lage der Palästinenser deutlich: man sieht den Checkpoint direkt unterhalb der Schule, an dem sowohl Palästinenser als auch Touristen oft zurückgewiesen werden und dann einen langen Umweg in Kauf nehmen müssen, man sieht Teile der Mauer, die eine Siedlerstraße schützen, man sieht Teile des besetzten Gebiets und Teile des autonomen Gebiets, man sieht die israelischen Siedlungen, die immer mehr ausgebaut werden. Besonders beeindruckt haben mich Bilder von Schülern, die im Schulhaus ausgestellt sind und von den Hoffnungen und Träumen der palästinensischen Kinder und Jugendlichen zeugen: eine Taube, die ein Gewehr wegträgt, oder ein Boot mit den Farben Palästinas auf dem Meer (das die Kinder dort noch nie gesehen haben, obwohl sie nicht weit entfernt davon leben). Hoffnung gibt auch, dass in der Schule immer wieder Begegnungen zwischen Israelis und Palästinensern stattfinden können und Friedensgruppen dort ihren Ort finden, da die Schule auf der Grenze zwischen der A-Zone, den autonomen Gebieten, und der C-Zone, den von Israel kontrollierten palästinensischen Gebieten, liegt. So ist sie für Palästinenser und Israelis gleichermaßen zugänglich. Im Dezember war dann Maurice Younan aus Talitha Kumi zu Gast in unserem Dekanat und in unserer Gemeinde. Bei einem Treffen der Partnerschaftsbeauftragten berichtete er uns über die Schule und zeigte uns einen interessanten neuen Film über Talitha Kumi und die Friedenserziehung durch Musik. Am 3. Adventssonntag war Maurice Younan dann im Familiengottesdienst in Icking zu Gast. Beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus Gelegenheit mit ihm ins Gespräch zu kommen und mehr über die Schule und seine Arbeit dort zu erfahren. Ich bin dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, selber nach Palästina zu reisen und die Menschen dort zu treffen und habe mich sehr über den Besuch von Maurice Younan gefreut, denn Partnerschaft lebt von Begegnung. Pfarrerin Sabine Sommer |